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Ratgeber

Krankenhausvermeidungspflege: So bleibt dein Angehöriger sicher zu Hause

Wenn das Krankenhaus eigentlich notwendig wäre, aber es genauso gut zu Hause geht.

Dein Vater hat eine schwere Lungenentzündung, müsste eigentlich ins Krankenhaus, weigert sich aber, sein vertrautes Zuhause zu verlassen. Deine Mutter braucht nach einer Operation noch eine Woche intensive medizinische Versorgung, die der Arzt zu Hause organisieren könnte, wenn da nur jemand wäre, der sich kümmert. Genau für diese Situationen hat der Gesetzgeber die Krankenhausvermeidungspflege geschaffen. Sie sorgt dafür, dass Menschen entweder gar nicht erst ins Krankenhaus müssen oder dort früher entlassen werden können, weil die Versorgung zu Hause sichergestellt ist. Wir vom Pflegedienst Hartmann & Brohm in Hilter am Teutoburger Wald begleiten Familien seit über 30 Jahren in diesen besonderen Lebenssituationen. Viele Angehörige wissen gar nicht, dass es diese Leistung gibt. Sie nehmen einen Krankenhausaufenthalt in Kauf, der mit der richtigen häuslichen Versorgung gar nicht nötig wäre. Oder sie versuchen, alles allein zu stemmen, geraten an ihre Grenzen und riskieren, dass sich der Zustand wieder verschlechtert. Dabei zahlt die Krankenkasse genau für solche Phasen die komplette Versorgung zu Hause, inklusive Grundpflege, Behandlungspflege und hauswirtschaftlicher Versorgung.
Autor des Ratgebers
Mareike Brohm-Pliet
Geschäftsführerin
Warum die Krankenhausvermeidungspflege für Angehörige so wertvoll ist
Ein Krankenhausaufenthalt ist für ältere Menschen oft mehr als nur ein medizinischer Eingriff. Er bedeutet Stress, fremde Umgebung, gestörter Schlafrhythmus, manchmal sogar Verwirrtheit und einen Abbau, der lange nachwirkt. Die Krankenhausvermeidungspflege bietet hier eine echte Alternative. Sie greift in akuten Situationen, in denen Krankenhausbehandlung medizinisch eigentlich geboten wäre, aber durch fachlich saubere häusliche Versorgung ersetzt oder zumindest verkürzt werden kann. Damit profitieren sowohl dein Angehöriger als auch das Gesundheitssystem. Besonders praktisch ist, dass die Krankenhausvermeidungspflege weit umfassender ist als die normale Behandlungspflege. Sie deckt nämlich nicht nur die medizinischen Maßnahmen ab, sondern auch die alltagsnahe Grundpflege wie Waschen oder Anziehen sowie die hauswirtschaftliche Versorgung, also Einkaufen, Kochen oder Wäsche. Genau das macht den Unterschied. Denn wer schwer krank zu Hause liegt, braucht eben nicht nur die Wundversorgung am Morgen, sondern auch jemanden, der das warme Mittagessen auf den Tisch stellt und nach dem Rechten sieht.
Kurz erklärt:
Krankenhausvermeidungspflege ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung nach § 37 Abs. 1 SGB V, die einen stationären Krankenhausaufenthalt vermeidet oder verkürzt. Sie umfasst Grundpflege, Behandlungspflege und hauswirtschaftliche Versorgung für bis zu vier Wochen je Krankheitsfall und wird vollständig von der Krankenkasse bezahlt.
In Hilter am Teutoburger Wald übernimmt der Pflegedienst Hartmann & Brohm die Krankenhausvermeidungspflege auf ärztliche Verordnung.
Welche Leistungen die Krankenhausvermeidungspflege abdeckt
Damit du eine klare Vorstellung bekommst, was im Rahmen der Krankenhausvermeidungspflege geleistet wird, hier die drei Bausteine im Detail. Wir vom Pflegedienst Hartmann & Brohm bringen alles aus einer Hand zu dir nach Hause, das spart Wege, Absprachen und Sorgen.
Grundpflege bei akuter Krankheit
Die Grundpflege umfasst alle Hilfen bei den täglichen Verrichtungen, die dein Angehöriger im akuten Krankheitsfall nicht selbst übernehmen kann. Dazu gehören die Körperpflege, das An- und Auskleiden, Hilfe beim Toilettengang und Unterstützung beim Essen. Wir achten dabei darauf, möglichst viel Selbstständigkeit zu erhalten und den Genesungsprozess aktiv zu begleiten.
Behandlungspflege als medizinischer Kern
Im Zentrum der Krankenhausvermeidungspflege stehen die medizinischen Maßnahmen. Wundversorgung nach Operation, Medikamentengabe, Injektionen, Infusionen, Blutzucker- und Blutdruckkontrolle, Katheterversorgung oder das Anlegen von Kompressionsstrümpfen. Diese Tätigkeiten führen ausschließlich examinierte Pflegekräfte aus und stimmen sich engmaschig mit dem behandelnden Arzt ab.
Hauswirtschaftliche Versorgung als Entlastung
Wer schwer krank ist, kann sich nicht um Einkäufe, Mahlzeiten oder Wäsche kümmern. Wenn auch keine andere Person im Haushalt diese Aufgaben übernehmen kann, übernimmt der Pflegedienst die hauswirtschaftliche Versorgung mit. Das bedeutet konkret Einkaufen, einfache Mahlzeiten zubereiten, Wohnung in Ordnung halten und Wäsche pflegen, alles im Rahmen dessen, was deinem Angehörigen guttut.
Enge Zusammenarbeit mit Hausarzt und Krankenhaus
Ein wichtiger Baustein, der oft übersehen wird. Wir kommunizieren kontinuierlich mit dem behandelnden Hausarzt, mit dem Krankenhaus bei vorzeitiger Entlassung und mit deiner Krankenkasse. So entsteht ein lückenloses Versorgungsnetz, das fachlich auf höchstem Niveau läuft und gleichzeitig menschlich bleibt.
Kostenloses Beratungsgespräch sichern
Die wichtigsten Fakten zur Krankenhausvermeidungspflege im Überblick:
Wann sie greift:
Wenn ein Krankenhausaufenthalt geboten wäre, aber durch häusliche Pflege vermieden oder verkürzt werden kann. Geregelt in § 37 Abs. 1 SGB V.
Was sie umfasst:
Grundpflege, Behandlungspflege und hauswirtschaftliche Versorgung in Kombination, durchgeführt durch examinierte Pflegekräfte zu Hause.
Was du brauchst:
Eine ärztliche Verordnung auf Muster 12, die Genehmigung der Krankenkasse und einen zugelassenen Pflegedienst wie Hartmann & Brohm in Hilter am Teutoburger Wald.
Wer zahlt?
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten vollständig. Geringe Zuzahlung von 10 Prozent pro Tag plus 10 Euro je Verordnung in den ersten 28 Tagen pro Jahr.
Wie lange?
Bis zu vier Wochen je Krankheitsfall, in begründeten Ausnahmefällen nach MD-Begutachtung auch länger möglich.
Voraussetzungen im Haushalt
Keine andere im Haushalt lebende Person kann die erforderliche Pflege übernehmen, das ist Anspruchsvoraussetzung nach § 37 Abs. 3 SGB V.
Beispiel aus Hilter
Wie Familie Tepe einen Krankenhausaufenthalt umgangen hat
Heinrich Tepe, 81 Jahre, lebt in Borgloh und entwickelte vor zwei Wochen eine schwere Wundinfektion am rechten Bein. Sein Hausarzt sah eigentlich nur den stationären Aufenthalt als Option, mit Antibiotikagabe per Infusion und engmaschiger Wundkontrolle. Heinrich aber wollte unter keinen Umständen ins Krankenhaus, weil seine verstorbene Frau dort die letzten Wochen verbracht hatte.
Seine Tochter Marlene, 52 Jahre, kontaktierte daraufhin den Pflegedienst Hartmann & Brohm und fragte, ob es eine Alternative gäbe. Im Beratungsgespräch wurde die Krankenhausvermeidungspflege vorgeschlagen. Der Hausarzt stellte die Verordnung für drei Wochen aus, die Krankenkasse genehmigte zügig. Seitdem kommt morgens und abends eine examinierte Pflegekraft, versorgt die Wunde steril, hängt die Infusion an und kontrolliert die Vitalwerte. Mittags springt eine Kollegin mit warmem Essen und kleinen hauswirtschaftlichen Hilfen ein.
Heinrich erholt sich sichtbar in seiner gewohnten Umgebung, die Wunde verheilt nach Plan, ein Krankenhausaufenthalt wurde komplett vermieden. Wenn du eine ähnliche Situation kennst, melde dich gern bei uns. Wir teilen Erfahrungen anonym, damit andere Familien davon profitieren können.
Fazit - Das solltest du dir merken:
Häufige Fragen zur Rückkehr in die Pflege
Wann genau greift die Krankenhausvermeidungspflege?
Wie lange wird die Krankenhausvermeidungspflege bewilligt?
Was kostet mich die Krankenhausvermeidungspflege?
Worin unterscheidet sich Krankenhausvermeidungspflege von Behandlungspflege?
Geht das auch, wenn schon ein Pflegegrad vorliegt?
Wer hilft mir in Hilter und Umgebung mit der Krankenhausvermeidungspflege?
Vor Ort in Hilter am Teutoburger Wald
Behandlungspflege auf Rezept, fachlich sauber und persönlich
Du brauchst Unterstützung bei Wundversorgung, Medikamentengabe oder Injektionen für deinen Angehörigen und willst genau wissen, welche Leistungen die Krankenkasse übernimmt? Wir kommen zu dir nach Hause, schauen uns die Situation an und kümmern uns gemeinsam mit eurem Hausarzt um alles Weitere.